Aberkennung der VVN-Gemeinnützigkeit „Wohin steuert die Republik?“

Der VVN soll die Gemeinnützigkeit aberkannt werden – nun schrieb die Ehrenvorsitzende Esther Bejarano einen Brief an Olaf Scholz. Es geht um Demokratie. (TAZ, 27. 11. 2019)

https://taz.de/Aberkennung-der-VVN-Gemeinnuetzigkeit/!5640617/

25. November 2019

Sehr geehrter Herr Minister Scholz,

seit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzende der VVN–BdA, der gemeinnützigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, gegründet 1947 von Überlebenden der Konzentrationslager und NS-Verfolgten. Die Arbeit der Antifa, die Arbeit antifaschistischer Vereinigungen ist heute – immer noch – bitter nötig. Für uns Überlebende ist es unerträglich, wenn heute wieder Naziparolen gebrüllt, wenn jüdische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Straßen gejagt und bedroht werden, wenn Todeslisten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen gegen Vertreter des Staates zurückschrecken.

Wohin steuert die Bundesrepublik?
Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!, wollen der größten und ältesten antifaschistischen Vereinigung im Land die Arbeit unmöglich machen? Diese Abwertung unserer Arbeit ist eine schwere Kränkung für uns alle.

„Die Bundesrepublik ist ein anderes, besseres Deutschland geworden“, hatten mir Freunde versichert, bevor ich vor fast 60 Jahren mit meiner Familie aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt bin. Alten und neuen Nazis bin ich hier trotzdem begegnet. Aber hier habe ich verlässliche Freunde gefunden, Menschen, die im Widerstand gegen den NS gekämpft haben, die Antifaschistinnen und Antifaschisten. Nur ihnen konnte ich vertrauen.

Wir Überlebende der Shoah sind die unbequemen Mahner, aber wir haben unsere Hoffnung auf eine bessere und friedliche Welt nicht verloren. Dafür brauchen wir und die vielen, die denken wie wir, Hilfe! Wir brauchen Organisationen, die diese Arbeit unterstützen und koordinieren.

Nie habe ich mir vorstellen können, dass die Gemeinnützigkeit unserer Arbeit angezweifelt oder uns abgesprochen werden könnte! Dass ich das heute erleben muss! Haben diejenigen schon gewonnen, die die Geschichte unseres Landes verfälschen wollen, die sie umschreiben und überschreiben wollen? Die von Gedenkstätten ‚als Denkmal der Schande‘ sprechen und den NS-Staat und seine Mordmaschine als ‚Vogelschiss in deutscher Geschichte‘ bezeichnen?

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich viele Auszeichnungen und Ehrungen erhalten, jetzt gerade wieder vom Hamburger Senat eine Ehrendenkmünze in Gold. Mein zweites Bundesverdienstkreuz, das Große, haben Sie mir im Jahr 2012 persönlich feierlich überreicht, eine Ehrung für hervorragende Verdienste um das Gemeinwohl, hieß es da. 2008 schon hatte der Bundespräsident mir das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse angeheftet. Darüber freue ich mich, denn jede einzelne Ehrung steht für Anerkennung meiner – unserer – Arbeit gegen das Vergessen, für ein „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“, für unseren Kampf gegen alte und neue Nazis.

Wer aber Medaillen an Shoah-Überlebende vergibt, übernimmt auch eine Verpflichtung. Eine Verpflichtung für das gemeinsame NIE WIEDER, das unserer Arbeit zugrunde liegt.

Und nun frage ich Sie:
Was kann gemeinnütziger sein, als diesen Kampf zu führen?
Entscheidet hierzulande tatsächlich eine Steuerbehörde über die Existenzmöglichkeit einer Vereinigung von Überlebenden der Naziverbrechen?

Als zuständiger Minister der Finanzen fordere ich Sie auf, alles zu tun, um diese unsägliche, ungerechte Entscheidung der Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Arbeit der VVN–BdA rückgängig zu machen und entsprechende Gesetzesänderungen vorzuschlagen.

Wir Überlebenden haben einen Auftrag zu erfüllen, der uns von den Millionen in den Konzentrationslagern und NS-Gefängnissen Ermordeten und Gequälten erteilt wurde. Dabei helfen uns viele Freundinnen und Freunde, die Antifaschistinnen und Antifaschisten – aus Liebe zur Menschheit! Lassen Sie nicht zu, dass diese Arbeit durch zusätzliche Steuerbelastungen noch weiter erschwert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Esther Bejarano
Vorsitzende
Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

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Diesem Brief ist nichts hinzuzufügen und macht ganz deutlich, dass es nur ein NIE WIEDER geben kann.

Für einen gerechten Welthandel! STOP CETA + TTIP DEMO

CETA_TTIP_17_9_StuttgartDas Bündnis „CETA und TTIP stoppen! – Für einen gerechten Welthandel!“ reicht von dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und der Bürgerbewegung Campact über den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Deutschen Kulturrat und den Paritätischen Wohlfahrtsverband bis zur entwicklungspolitischen Organisation Brot für die Welt und allen großen Natur- und Umweltverbänden von BUND und NABU bis Greenpeace und WWF. Insgesamt gehören 26 Organisationen dem Trägerkreis an.

Der Aufruf zur Demonstration: www.ttip-demo.de/home/aufruf

http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/stuttgart/

aktionsambahn und viele andere RoR Gruppen werden am 17.09.16 in Stuttgart gegen CETA+TTIP trommeln.

Auf geht’s, seid dabei und unterstützt uns.

Blockupy – 18. März 2015 – Frankfurt

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Die EZB ist innerhalb der Troika mit verantwortlich für brutale Kürzungen, wachsende Erwerbslosigkeit und den Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung in verschiedenen EU-Staaten. Dagegen zeigen wir Position vor Ort!

Am Mittwoch, 18.März 2015 soll der neue 1,3 Milliarden teure Bankenturm der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main mit einer großen Feier eröffnet werden.

Doch gibt es nichts zu feiern an Sparpolitik und Verarmung!

Wir sind in Frankfurt mit dabei und zeigen unsere Position gegen die Verarmungspolitik.

Auf unserer Seite werden wir über den jeweils aktuellen Stand informieren.

Weitere Informationen gibt es auch beim Heilbronner Blockupy Bündnis:
https://blockupyhn.wordpress.com/

Fahren wir am 18. März zusammen zur EZB-Eröffnung nach Frankfurt.

#gemeinsam  #entschlossen  #solidarisch   ihre Party blockieren!

Let’s take over the party!

Tickets ab jetzt per E-Mail blockupy-hn [at] gmx.de, oder jeden Freitag ab 19 Uhr im Sozialen Zentrum Käthe Heilbronn

Auch Schenken macht glücklich!

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Letzen Montag, dem 22.09.2014 war die Bandbreite auf unserer heilbronner Mahnwache für den Frieden in Europa und der ganzen Welt. (Facebook-Seite)

Damit von Deutschland aus sinnvolles für die Menschenkinder im Kriegsgebiet der Ukraine getan werden kann, unterstützt die Bandbreite durch das Sammeln von Spenden auf allen Mahnwachen, die sie besucht.

Tolle Aktion – finden wir!

Ihren Aufruf könnt ihr hier anhören: Die Mahnwachen und der Hilfstransport in die Ostukrainehttps://www.youtube.com/watch?v=dK5YVILvu8U&feature=player_detailpage

Das kostet natürlich nicht nur Zeit, Sprit und Übernachtung, sondern führt auch zu z.B. erhöhten Reparaturbeträgen des fahrbaren Untersatzes,…

Daher eine Bitte der Band zur Unterstützung: http://www.diebandbreite.de/schenken-macht-gluecklich/

Vielleicht kann der ein oder andere Mensch dort draußen auch helfen und die Band dabei unterstützen? Dankeschön 😉

Friedliche Grüße von aktionsambahn