Am 23. Februar 2013 Pforzheim: Naziaufmarsch verhindern!

Seit 1994 organisiert der faschistische „Freundeskreis Ein Herz für Deutschland“ zum 23. Februar, dem Jahrestag der Bombardierung der Stadt Pforzheim, eine „Fackel-Mahnwache“ auf dem Pforzheimer Wartberg. Mit 100-200 Teilnehmern ist dies der größte regelmäßig stattfindende Naziaufmarsch in Baden-Württemberg. Da die Mobilisierung dieses Jahr auf einen Samstag fällt, ist von einer noch höheren Teilnehmerzahl auszugehen.
Wie in vielen anderen Städten in der ganzen BRD versuchen die Nazis auch in Pforzheim mit ihrem Gedenken an die „deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors“ den deutschen Faschismus zu verherrlichen und seine mörderischen Verbrechen zu relativieren, indem die Täterrolle den Alliierten zugeschoben wird. Währenddessen werden Millionen ermordeter Jüdinnen und Juden, Antifaschistinnen und Antifaschisten, Homosexueller und Sinti und Roma, genauso wie der deutsche Kriegsbeginn verschwiegen. [mehr]

Lasst uns gemeinsam den Naziaufmarsch verhindern!
Auf allen Ebenen mit allen Mitteln!

Dieses Jahr wird es eine gemeinsame Anreise aus
Heilbronn zu den Gegenaktivitäten geben.

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Dresden Nazifrei – 13. Februar 2013

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Nicht lange fackeln – Nazis blockieren!

13. Februar – kein Tag für Nazis

Seit vielen Jahren versammeln sich am und um den 13. Februar in Dresden Nazis zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Am Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg verdrehen sie die Geschichte und nutzen den Mythos von der „unschuldigen Stadt“. Die Tradition des „stillen Gedenkens“ bietet den Nazis nach wie vor Anschlusspunkte. Sie verhindert, an diesem Tag aus der gesamten Breite der Dresdner Gesellschaft auf Nazis mit aller Vehemenz zu reagieren. Bis zum Jahr 2009 entwickelte sich der alljährliche Aufmarsch so zum größten Nazi-Ereignis in ganz Europa… [mehr]

Dresden Nazifrei

Wir hoffen, mit vielen, vielen Menschen auch 2013 in Dresden ein deutliches Zeichen gegen Nazis zu setzen und weiter die Erinnerungskultur der Stadt hin zu einer kritisch-reflektierten Auseinandersetzung mit der Geschichte zu beeinflussen. Dank dem Einsatz tausender Blockierer_innen ist es in den letzten drei Kampagnen gelungen, den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden Geschichte werden zu lassen. Es liegt nun an uns allen, dafür zu sorgen, dass dies auch 2013 so bleibt und den Nazis nun auch den 13.02. selbst als Tag zu nehmen.

12.01.2013 Naziuffmarsch in Machdeburch – ham wa echt keen Bock druff!

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Hunderte Menschen haben bereits im Januar 2012 gegen den Naziaufmarsch demonstriert. Im kommenden Jahr wollen wir einen Schritt weiter gehen. Wie in Dresden und anderen Städten bereits erfolgreich organisiert, wollen wir auch in Magdeburg den Naziaufmarsch verhindern. Wir leisten zivilen Ungehorsam und sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Aufmarsch zu verhindern. Ziviler Ungehorsam wird uns dazu dienen, die eigenen Grundrechte auszuüben. So urteilte beispielsweise das Bundesverfassungsgericht im Frühjahr 2011, dass mit der Verhinderung eines Aufmarsches von Neonazis ein darüber hinausgehender Zweck, nämlich die Kundgabe der eigenen Meinung in der Öffentlichkeit, verfolgt wird. Damit genießt auch eine solche Versammlung bzw. Aktion Grundrechtsschutz. Ziviler Ungehorsam zeichnet sich dadurch aus, dass er zivile, also friedliche Mittel, anwendet und jede Eskalation vermieden wird.

Hintergrund
Sachsen-Anhalt ist, gemessen an der Einwohnerzahl, das Bundesland mit den meisten rechten Straftaten seit Einführung der bundesweiten Statistik. Diese Straftaten haben mittlerweile mehrere Todesopfer gefordert, wovon sieben offiziell anerkannt wurden. Für die Anerkennung weiterer Todesopfer rechter Gewalt ist noch zu kämpfen. Die Landeshauptstadt Magdeburg nimmt im Bundesland eine traurige Spitzenposition bezüglich dieser neofaschistischen und rassistischen Gewalt ein. So sind in Magdeburg in den letzten 20 Jahren mindestens vier Menschen durch Neonazis ermordet worden: Torsten Lamprecht (1992), Farid Boukhit (1994), Frank Böttcher (1997) und Rick Langenstein (2008). Doch diese Morde sind keinesfalls „ein Problem vergangener Tage“.
Neofaschisten aus Magdeburg und Sachsen-Anhalt nehmen wichtige Positionen in den Vorständen der NPD, der JN und den sogenannten „freien Kameradschaften“ ein. Mittlerweile wird Sachsen-Anhalt von neuen und alten Nazis gar stolz als „Kaderschmiede“ betrachtet. Doch statt nach dem Bekanntwerden der rassistischen Mordserie des NSU und dem Totalversagen des sogenannten Verfassungsschutzes auf parlamentarischer und kommunaler Ebene Konsequenzen zu ziehen, rechte Strukturen vor Ort klar zu benennen und dagegen vorzugehen, wird weiterhin von linkem „Extremismus“ fabuliert. Hingegen wird rechte Gewalt verschwiegen, verharmlost oder komplett ignoriert, weil man ihrer nicht ohne Aufwand Herr werden kann. Denn zunächst müsste man erstmal aufhören, sie als strukturelles Problem abzustreiten.

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Unterstützt uns und kommt am 12. Januar 2013 in unsere Stadt. Wir wollen, gemeinsam mit antifaschistischen Kräften von hier und überall, den Aufmarsch der Nazis verhindern: Wenn die marschieren, werden wir blockieren!

Kurzfassung unseres Aufrufs in Englisch:
A Nazi Demonstration in Magdeburg? – Not if we can help it!