24.05.2019 – friday for future sorgt für autofreie Allee – ziviler Ungehorsam

https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/stadt/lokales/Schueler-blockieren-Allee-um-fuer-Klimaschutz-zu-demonstrieren;art140895,4200197

Viele Bilder findet ihr hier: https://www.stimmt.de/bilder/cme6938,408381.html

Es war mal wieder Streik-Freitag und heute gab’s am Wollhaus eine tolle Sitzblockade, sodass die Allee fast eine Stunde lang blockiert war. Klasse Aktion!

Folgende Forderungen wurden gestellt:

  • Mehr Klimaschutz
  • kostenloser Nahverkehr mit klimafreundlichen Bussen in Heilbronn
  • die Schließung des Heilbronner Kohlekraftwerks
  • das Radwegenetz muss ausgebaut und Fahrrad-Sharing in der Stadt eingerichtet werden
  • eine autofreie Innenstadt

Nutzt alle eure Stimme bei der Europawahl und vor allem GEHT wählen!

Übrigens, ein guter Kommentar zur Aktion in der HSt:

Kommentar: Die Zeit drängt!

Von Valerie Blass

Stimme-Redakteurin Valerie Blass.

Zum ersten Mal bedienten sich die Schüler bei ihrem Klimastreik in Heilbronn einer Methode des zivilen Ungehorsams: Statt brav auf vorgegebenen Wegen und in Polizeibegleitung durch die Stadt zu ziehen, setzten sie sich mitten auf die Fahrspuren von Allee und Wollhausstraße und legten so den Verkehr knapp eine Stunde lang lahm.

Das brachte viele Unbeteiligte auf die Palme, wie auf der Stimme-Facebook-Seite dokumentiert ist: Innerhalb kürzester Zeit hagelte es Hunderte giftige Kommentare zu der Aktion, viele davon weder im Ton angemessen noch in der Sache richtig.

Klar ist es ärgerlich, wenn ein Autofahrer wegen der Blockade warten musste, vielleicht einen Termin versäumte. Doch worum geht es hier eigentlich? Die Jugendlichen machen das, weil sie auf das drängendste Problem unserer Zeit aufmerksam machen und uns Erwachsene zum Handeln zwingen wollen.

Wenn wir alle so weitermachen wie bisher – das Kind jeden Morgen mit dem Auto zur Schule fahren, übers Wochenende nach Wien fliegen, täglich Fleisch essen – dann wird das zu nichts weniger als unserer eigenen Abschaffung führen. Wenn wir in diesem Tempo weiter CO2 produzieren, droht bereits in neun Jahren eine Kettenreaktion, die Teile unseres Planeten unbewohnbar machen könnte – mit all den vorhersehbaren Folgen wie Ernteausfällen, Völkerwanderungen und Kriegen.

Insofern kann man eigentlich nur eines tun: den Schülern beispringen, das eigene Verhalten ändern, auch wenn das zunächst unbequem scheint. PS: Radfahrer konnten die Sitzblockade mühelos umfahren.

und weitere Medienstimmen zu den fridays-for-future Aktionen heute:

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