12./13. Oktober 2019 – Freiheitsrechte verteidigen! Gemeinsam gegen neue Polizeigesetze! Es kann Alle treffen!

Zielgruppe der neuen Gesetze sind bundesweit nicht nur MigrantInnen oder Linke und soziale Bewegungen, nein es wird auch Fußballfans und jeden Bürger betreffen!

Die Fußball-„Schmuddelkinder“ seien Engagierten suspekt, sagt die Rechtsanwältin. Hier: Demo #NoPolG, Stuttgart. (Quelle: https://www.kontextwochenzeitung.de)

Die Verschärfung der Verschärfung. Sie kommt: Bundeseweit werden die Befügnisse von Polizei und Repressionsbehörden in den letzten Jahren ausgebaut. Auch in Baden-Württemberg. Nachdem die grün-schwarze Landesregierung bereits 2017 unter dem Motto “an die Grenze des verfassungsmässig Machbaren” das Polizeigesetz verschärfte, will CDU Innenminister Strobl noch eins draufsetzen.

Beflügelt von den neuen Gesetzen anderer Bundesländer sind Maßnahmen geplant, die Möglichkeiten zu nahezu grenzenloser Überwachung Einzelner, sowie die Kriminalisierung missliebiger Demonstrationen und Kundgebung schaffen. Hinzu kommt, als Kirsche auf dem Sahnehäubchen der Repression, eine unendlich verlängerbare Gewahrsam ohne konkreten Vorwurf, geschweige denn eines rechtskräftigen Urteils.

Was für viele Menschen auf den ersten Blick abstrakt und weit von der eigenen Realität entfernt scheint, ist für andere schon jetzt eine unmittelbare Gefahr. Zielgruppe der neuen Gesetze sind bundesweit zum Beispiel Fußballfans, die die Komerztempel der Republik mit Leben und Kreativität füllen, MigrantInnen oder eben Linke und soziale Bewegungen, die ihre Kritik am Gesellschaftssystem auf die Straße tragen. Doch es kann alle treffen!

Was heute an Fanszenen und Linken ausprobiert wird, trifft morgen Menschen, die Geflüchteten helfen und Abschiebungen verhindern. Heute sind antifaschistische Bündnisse von Polizeigewalt und Drohnenüberwachung betroffen, morgen trifft es die Gewerkschaft beim Streik oder SchülerInnen, die mit Schule schwänzen, auf die drohende Klimakatastrophe reagieren.

In einer Gesellschaft in der die Spanne zwischen Arm und Reich immer größer wird, sind die Polizeigesetze die präventive Antwort auf kommende soziale Spannungen. Der Staat rüstet auf, um im Zweifelsfall reagieren zu können. Was dann verteidigt werden soll, ist klar: Die bestehenden Profitinteressen der Wenigen, die Ausbeutung der Mehrheit durch die Minderheit. Kurz: Der Kapitalismus.

Gerade deswegen ist der Widerstand gegen das neue Polizeigesetz schon jetzt immens wichtig. Auf der Straße, im Stadion, bei Streiks setzen wir den repressiven Vorstellungen des Staates unsere Solidarität und unseren Zusammenhalt entgegen.

Kommt zur NoPolGBW-Demo, gemeinsam das Polizeigesetz verhindern!
12. Oktober 2019 | 15:30 Uhr Marktplatz, Cannstatt

Ein Aufruf der Roten Hilfe OG Stuttgart.

Ein bißchen Werbung darf sein, wenn es um eine tolle nachhaltige Sache geht. Seit 28. September gibt es den ersten „Unverpackt“ Laden in Heilbronn. ;)

(Quelle: http://unverpackt-heilbronn.de/)

Das ist liva unverpackt.hn – Für alle die noch nicht von ihnen gehört haben – das sind Patrick und Linda und sie haben am 28. September den ersten Unverpackt-Laden „liva“ in Heilbronn eröffnet.

Unverpackt Heilbronn
Allee 73
74072 Heilbronn
Tel.-Nr.: 07131/4051046
http://unverpackt-heilbronn.de/

Öffnungszeiten

  • Montag 10-19 Uhr
  • Dienstag 10-19 Uhr
  • Mittwoch 10-19 Uhr
  • Donnerstag 10-21 Uhr
  • Freitag 10-19 Uhr
  • Samstag 9-15 Uhr

Wie du zu ihnen kommst

Mit dem Auto

Die Parkplätze befinden sich hinter dem Gebäude. Einfahrt über die Schellengasse.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Bushaltestelle Berliner Platz mit den Linien 5, 11, 30,40
Bushaltestelle Allee Post mit den Linien 1, 10, 11, 12, 13, 30, 40, 60
S-Bahn Haltestelle Theater Heilbronn mit der Linie S41/42

https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Wann-der-Unverpackt-Laden-in-Heilbronn-oeffnet;art140897,4231588

20.09.2019 – Globaler Klimastreik, Nachlese aus Heilbronn

„Das ist keine Aufgabe für eine einzige Generation. Das ist die Aufgabe für die gesamte Menschheit…“

Fridays-for-Future-Kundgebung in Heilbronn (Quelle: https://www.stimme.de/service/bilder/Fridays-for-Future-Kundgebung-in-Heilbronn;cme142816,3325731)

Wir waren VIELE und LAUT für ein globales Umdenken in der Gesellschaft und Politik. Mehr als 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte die bisher größte FFF-Demo in Heilbronn

Ein breites Bündis (https://www.klima-streik.org/buendnis) hat erreicht, dass mit der Fridays-for-Future Bewegung in Heilbronn viele Menschen auf der Straße waren.

Warum am 20. September?
In Berlin tagte das Klimakabinett und in New York wurde einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet, daher hat FFF und alle Bündnisgruppen am 20. September zum größten globalen Klimastreik aller Zeiten aufgerufen. https://klima-streik.org/

(Quelle: https://www.stimme.de/service/bilder/Fridays-for-Future-Kundgebung-in-Heilbronn;cme142816,3325731)

“Euch gehen die Entschuldigungen aus. Und uns geht die Zeit aus!” Greta Thunberg

29.05.- 02.06.2019 – Sambaworkshop für Neulinge auf der Aktionsakademie in Augsburg

Auch dieses Jahr sind wir (ein paar RoRies) wieder auf der Aktionsakademie (diesmal in Augsburg) vertreten und bieten allen Interessierten einen Sambatrommel-Einsteiger-Workshop an.

Wenn Du also schon immer mal Lust auf Renitente Rhythmen hattest, ist das die Gelegenheit für Dich einzusteigen.

Mehr Infos über unseren WS und das Gesamtprogramm findest Du hier:
https://www.attac.de/aktionsakademie/aktionsakademie-2019/programmuebersicht-2019/

Die Anmeldung ist auch immer noch kurzfristig möglich, sowohl online als auch ganz spontan vor Ort.

Komm einfach vorbei und schnupper bei uns rein, wir freuen uns auf Dich in Augsburg.

Bum Schackala bum tschack, aktionsambahn

24.05.2019 – friday for future sorgt für autofreie Allee – ziviler Ungehorsam

https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/stadt/lokales/Schueler-blockieren-Allee-um-fuer-Klimaschutz-zu-demonstrieren;art140895,4200197

Viele Bilder findet ihr hier: https://www.stimmt.de/bilder/cme6938,408381.html

Es war mal wieder Streik-Freitag und heute gab’s am Wollhaus eine tolle Sitzblockade, sodass die Allee fast eine Stunde lang blockiert war. Klasse Aktion!

Folgende Forderungen wurden gestellt:

  • Mehr Klimaschutz
  • kostenloser Nahverkehr mit klimafreundlichen Bussen in Heilbronn
  • die Schließung des Heilbronner Kohlekraftwerks
  • das Radwegenetz muss ausgebaut und Fahrrad-Sharing in der Stadt eingerichtet werden
  • eine autofreie Innenstadt

Nutzt alle eure Stimme bei der Europawahl und vor allem GEHT wählen!

Übrigens, ein guter Kommentar zur Aktion in der HSt:

Kommentar: Die Zeit drängt!

Von Valerie Blass

Stimme-Redakteurin Valerie Blass.

Zum ersten Mal bedienten sich die Schüler bei ihrem Klimastreik in Heilbronn einer Methode des zivilen Ungehorsams: Statt brav auf vorgegebenen Wegen und in Polizeibegleitung durch die Stadt zu ziehen, setzten sie sich mitten auf die Fahrspuren von Allee und Wollhausstraße und legten so den Verkehr knapp eine Stunde lang lahm.

Das brachte viele Unbeteiligte auf die Palme, wie auf der Stimme-Facebook-Seite dokumentiert ist: Innerhalb kürzester Zeit hagelte es Hunderte giftige Kommentare zu der Aktion, viele davon weder im Ton angemessen noch in der Sache richtig.

Klar ist es ärgerlich, wenn ein Autofahrer wegen der Blockade warten musste, vielleicht einen Termin versäumte. Doch worum geht es hier eigentlich? Die Jugendlichen machen das, weil sie auf das drängendste Problem unserer Zeit aufmerksam machen und uns Erwachsene zum Handeln zwingen wollen.

Wenn wir alle so weitermachen wie bisher – das Kind jeden Morgen mit dem Auto zur Schule fahren, übers Wochenende nach Wien fliegen, täglich Fleisch essen – dann wird das zu nichts weniger als unserer eigenen Abschaffung führen. Wenn wir in diesem Tempo weiter CO2 produzieren, droht bereits in neun Jahren eine Kettenreaktion, die Teile unseres Planeten unbewohnbar machen könnte – mit all den vorhersehbaren Folgen wie Ernteausfällen, Völkerwanderungen und Kriegen.

Insofern kann man eigentlich nur eines tun: den Schülern beispringen, das eigene Verhalten ändern, auch wenn das zunächst unbequem scheint. PS: Radfahrer konnten die Sitzblockade mühelos umfahren.

und weitere Medienstimmen zu den fridays-for-future Aktionen heute: